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01.01.2012

Jetzt mitdiskutieren beim Thema des Monats!

Bildungspolitik: Quo vadis?

Dieses Forum ist nun geschlossen. Wir danken für die Beiträge! Ihre Ideen, Vorschläge und Ihre Kritik wurde den Österreich 2020 - Expertinnen und Experten übermittelt und werden in den weiteren Diskurs zum Thema aufgenommen. Wir werden die Diskussion zu diesem wichtigen Thema weiterführen.
In Zukunft werden wir hier auch weitere Fragen zur Diskussion stellen und dazu um Beiträge bitten.

 

 

 

Das Bildungsvolksbegehren "Österreich darf nicht sitzen bleiben" wurde Anfang November von 383.820 UnterstützerInnen unterzeichnet.

In seinem jetzt erschienenen Gastkommentar auf Ö2020 fordert Initiator Hannes Androsch weiterhin vehement eine laufende Verbesserung des Bildungssystems:

„Fordern und fördern muss zum pädagogischen Motto in den Schulen werden. Ebenso muss  Chancengleichheit zur Selbstverständlichkeit  werden.“
  • Was ist Dein persönliches Resümee aus dem Bildungsvolksbegehren?

  • Vor welchen Herausforderungen steht das österreichische Bildungssystem?
  • Welche Handlungsaufträge an die Politik siehst Du persönlich im Bildungsbereich?

  

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  1. AkademikerIN meint am Samstag, 07. Jänner 2012

    Ich bin 47 Jahre alt, weiblich, Akademikerin und bin derzeit arbeitssuchend.
    Da (zB) eine HR Management - Ausbildung meine Chancen am Arbeitsmarkt extrem erhöhen würde, aber ich keine Förderung (von keiner Seite: AMS, Bildungsscheck, ...) erhalte, möchte ich nachfragen, ob es eine Art Individualförderung für meine Person / für meine Situation gibt ?
    (Ich kann meine Weiterbildung - sogar wenn ich es selbst finanzieren würde - nicht einmal steuerlich absetzen, da ich ja keine Steuern zahle.)
    Ich kann nicht nachvollziehen, dass Akademiker keine Bildungsförderung erhalten (noch dazu habe ich kein Stipendium für mein Universitätsstudium erhalten und selbst ‚Alles‘ finanziert und es für ein Studium keine Pensionsversicherungszeiten gibt). Dies widerspricht meines Erachtens dem Gleichbehandlungsgesetz.
    Ich kann mir vorstellen, dass sich viele AkademikerINNEN in einer ähnlichen Situation befinden.

  2. Unbekannt Ludwig Breichner meint am Samstag, 24. Dezember 2011

    Ich wünsche mir, dass im Geschichtsunterricht nicht nur die Namen von Kaisern und deren Regierungszeit gelernt wird, sondern was haben die Menschen falsch gemacht und was können die folgendenGeneration daraus lernen. Weiters sollten wir in den Schulen lernen miteinander besser umzugehen. Und über das jeweilige andere Gschlecht besser Bescheid wissen. Wie denkt Mann oder FRau. Warum reagieren sie anders als das eigene Geschlecht. Dieses würde viele Scheidungen verhindern. Viel Leid in den Familien. Weniger Wohnraum benötigen.Unsere Generation kann das der kommenden nicht lernen, weil sie es selber nicht weiss. Deshalb sollten wir die Lehrer dafür ausbilden damit es die kommenden Generationen besser machen.

  3. Unbekannt Herbert Jantscher meint am Dienstag, 20. Dezember 2011

    Allein die Tatsache, dass dies der 10. Kommentar in einer seit Wochen offenen Diskussionsgruppe ist sollte SCHWER zu denken geben, oder???
    Und obwohl ich weiß, dass diese Zeilen eh niemand liest und sie bei denen, denen sie gewidmet sind, abprallen, schreib ich sie halt trotzdem ...
    Zum Volksbegehren:
    Ein inhaltlicher und organisatorischer Supergau!
    Die meisten derer, die es unterschrieben haben, haben es gar nicht gelesen ... für sie genügte der Aufruf zur Unterstützung der Bildungspolitik.
    Die, die es verantwortungsbewußt gelesen haben, haben meist vor Entsetzen den Kopf geschüttelt.
    Hohle Phrasen!
    Alles und Nix!
    Dafür muss kein Mensch unterschreiben gehen ... den Stumpfsinn sollte jede mittelmäßige Regierung auch so hinbekommen.
    Tut mir leid für Hannes Androsch, dass er so viel Innovatives in seinem Bildungsvolksbegehren gesehen hat, aber da sind viele engagierte Menschen (sowohl innerhalb, als auch außerhalb der SPÖ) schon viel viel weiter ... wozu also unterschreiben.
    Es gäbe noch viel zu sagen, aber ... soll ja kein Gastkommentar werden und hören will es innerhalb der SPÖ sowieso niemand.

    Kurz noch zu anderen Punkten:
    Das österreichische Bildungssystem ist prinzipiell sehr gut aufgestellt. Änderungen sollten behutsam, fundiert und mit hohem Engagement seitens der LehrerInnen umgesetzt werden.
    Derzeit wird mit dem Rasenmäher quer herumgefahren ... reagiert wird auf Zurufe von sogenannten Experten (a la Salcher, der von Bildung und Bildungssystem nun wahrlich keine Ahnung hat; sich aber als Selbstdarsteller gefällt und weil andere Bildungskomiker am Markt fehlen von den Medien so toll umworben wird ... ) ... und die motiviertesen LehrerInnen hauen bald den Hut drauf, weil sich kein Schwein mehr auskennt und das Bildungssystem derzeit mit Volldampf gegen die Wand gefahren wird.
    Die größte Herausforderung ist daher ... das Wellental überleben.

    Handlungsaufträge an die Politik??:
    Ich würde allen Verantwortlichen raten sich einmal vor Ort mit Schule auseinanderzusetzen. Nicht bei irgendwelchen Showveranstaltungen Sonntagsreden von sich zu geben, sondern vor Ort das lebendige Leben in unseren Schulen, aber auch die Schwierigkeiten und Nöte unserer Schulen kennen lernen wollen.
    JedeAr NR-abgeordnete sollte seine Schulen besuchen und analysieren; die Schwierigkeiten des Unterrichtens kennenlernen, aber auch die großartigen pädagogischen Leistungen würdigen lernen.
    Machen wirs konkret:
    1.
    Jede/r NR-Abgeordnete (symbolisch für EntscheidungsträgerInnen; können also auch Ministerialbeamte oder MinisterInnen sein ...) verbringt einen Tag mit SchulleiterInnen und hört mal einfach nur zu ... ZUHÖREN ... eine Eigenschaft, die unsere PolitikerInnen leider verlernt haben, weil sie immer glauben gleich Lösungen und Antworten parat haben zu müssen.
    2.
    Arbeitsbedingungen (sowohl für SchülerInnen, wie auch für PädagogInnen) werden analysiert.
    3.
    Neue Forderungen und neue Systeme dürfen nur dann eingeführt werden, wenn zuerst die Rahmenbedingungen passen!
    Weil eines müssten wir alle immer bedenken: hier lernen und unterrichten MENSCHEN!
    Es ist zynisch und bösartig Neues und Mehr zu verlangen, aber die Bedingungen nicht zu ändern!
    4.
    Weg mit dem Standardisierungs- und Vergleichenwahn!
    (warum ist schon oft ausgeführt worden ... aber alle, die glauben damit das Bildungssystem zu retten, liegen falsch; aber wollen meist objektive Studien gar nicht hören ... da sind irgendwelche Experten als Einflüsterer viel interessanter ...)
    5.
    Ich habe mich rdlich bemüht ... nur bei einigen Experten konnte ich mich nicht zurückhalten ... aber:
    Schluss mit Polemiken!
    Schluss mit Parteihickhack!
    Schluss mit Wadlbeisserei!
    Schluss mit Inkompetenz!

    Bitte mehr Qualität in die Bildungsdiskussion!
    (dafür sollte jede/r Mitdiskutierende selbst achten!)



    Da meine Ausführungen dafür, dass sie sowieso von fast niemanden gelesen werden schon zu umfangreich sind ... hör ich jetzt auf!

    Aber es gäbe noch viel zu tun!

  4. Unbekannt Magdalena Holczik meint am Montag, 19. Dezember 2011

    Bei den aktuellen medialen Entwicklungen am Puls der Zeit zu bleiben, stellt eine bildungspolitische Herausforderung dar.
    Deshalb haben sich AkteurInnen und einschlägige Institutionen zusammengeschlossen und organisieren von 13.-14. Jänner 2012 eine Konferenz unter dem Titel „Medienbildung JETZT!“

    Dafür haben wir die partizipative Form des Barcamps gewählt. Wir diskutieren gemeinsam die Stellungen und Perspektiven der österreichischen Medienbildung. Außerdem wollen wir uns über visionäre Konzepte und Strategien der Umsetzung austauschen.

    Wir laden Alle, die Medien als zentral für zeitgemäße und zukunftsträchtige Bildung erachten, dazu ein, mitzugestalten und mitzudiskutieren! Dabei sind neben AkteurInnen der theoretischen Reflexion, der praktischen Medienarbeit und der Vermittlung, auch VertreterInnen von Bildungseinrichtungen und Behörden willkommen.

    Informationen und Anmeldungen für alle Interessierten unter:
    http://bikum.mixxt.at/

    Wir freuen uns auf Eurer Kommen!
    Magdalena
    für das Orgateam

  5. Unbekannt Maximilian Harpner meint am Montag, 05. Dezember 2011

    Dass gegen das Ergebnis polemisiert werden würde, war klar. Hätte 1 Million unterschrieben, wäre nach der Auffassung Einiger noch immer eine überwältigende Mehrheit gegen die gemeinsame Schule. Studien (OGM) belegen, dass Polit-Frust und Desinteresse am Thema insgesamt erschütternd viele von einer Unterschrift abgehalten haben. Grundsätzlich ist es erfreulich, dass sich 400.000 den komplexen Katalog durchgelesen haben - da tut man sich mit einem polemisierenden Negativthema halt leichter.

  6. Profilbild Markus Neuner meint am Dienstag, 29. November 2011

    Die Bildung braucht Maßstäbe und muss diese Maße dann auch setzen können.
    Deshalb ist ein gewisser Freiraum von Nöten um den Schulen und Universitäten die Gestaltungmöglichkeiten und die Unabhängigkeit bieten zu können die sie brauchen. Bildung sollte dort gestaltet und erlebbar sein wo sie auch diskutiert wird. Maßstäbe sollen aber keine Grenzen vorgeben sondern ein Wegweiser sein für ei qualitativ, hochwertiges und leistbares Bildungs und Schulssystem. Es geht aber nicht nur um die Zukunft der Bildung sondern viel mehr um die Zukunft unserer Kinder. Die Politik darf die Lehrfächer nicht bestimmen sondern die Schulden haben zu entscheiden. Man braucht nicht über einzelne Fächer abzustimmen sondern soll mit bestem Wissen handeln denn die Lehrerinnen und Lehrer wissen was für die gemeinsame Schule gut ist und was sie erfolgreich macht. Im Grunde gibt es die Gesamtschule bereits. Nur ist es den meisten noch nicht bewusst. Die Gesamtschule gestaltet ein gemeinsames Bildungssystem und daran sollten nicht nur die Lehrerinnen und Lehrer sondern auch die Schüler und Eltern teilhaben können. Das würde ich begrüßen. Ich wünsche mir diesbezüglich mehr Gewicht in diesem Thema.

  7. Unbekannt Dieter Haslinger meint am Sonntag, 27. November 2011

    Der Inhalt des Bildungsvolksbegehren ist vollinhaltlich zu bejahen. Enttäuschend die Beteiligung, wo blieben die Eltern? Ist denen eine gute Bildung ihrer Kinder kein Anliegen?
    Die nunmehr beschlossene neue Mittelschule ist eine Augenauswischerei, sie ersetzt lediglich die Hauptschule und ist nicht dazu angetan den Bildungsunterschied auszugleichen.
    Die soz.Politik ist aufgefordert (hier insbesondere der BK) eine wirkliche gemeinsame Schule bis zum 14.Lj. für ALLE zu schaffen. D.h.die Gymnasien gehören in der Unterstufe abgeschafft.
    Erst nach Verwirklichung der Gesamtschule wird es auch für Kinder aus bildungfernen Schichten möglich sein, ihre Begabungen zu entdecken und auch zu verwirklichen.

  8. Unbekannt Tessa meint am Sonntag, 27. November 2011

    Angesichts der prekären finanziellen Situation vieler Studierender halte ich es für wichtig, die möglichkeiten eines berufsbegleitenden Studiums massiv auszubauen. Vereinzelt gibt es solche Modelle bereits (z.B. Fernstudium Jus an der JKU Linz).

    Anstatt seine Zeit in überfüllten Hörsälen zu verbringen, wäre es weit komfortabler, einfach die Veranstaltungen via On-Demand-Video, DVD o.ä. anzubieten, um eine möglichst flexible Zeitgestaltung für die Studierenden zu ermöglichen.

    Aus sicht eines freien Wissenszuganges wäre es wünschenswert, wenn die so digitalisierten Lehrveranstaltungen der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden würden, sodass sich Interessierte (Schüler,...) bereits im Vorhinein ein Bild der Studienrichtung machen können.

  9. Unbekannt Rudolf Bednar meint am Freitag, 25. November 2011

    Bitte weiter machen mit allen erforderlichen Bildungsmaßnahmen die Öserreich an das Niveau nordeuropäischer Bildungseinrichtungen heranbriingt. Das sind wir den heranwachsenden Schulgenerationen in Österreich schuldig.

  10. Unbekannt hildegard kocher-scuiller meint am Freitag, 25. November 2011

    Die (Landes- und Bundes-)Politik muss dafür sorgen, dass mehr Geld in die Bildung fließt. Mit diesen zusätzlichen MItteln sind dann mehr PädagogInnen einzusetzen. Das ist insbesondere schon von Beginn an, dh ab der Volksschule aufwärts unabdingbar - gerade in den Altersstufen, in welchen die Basis für den Rest unserer Ausbildung geschaffen wird. Ohne zusätzliche Mittel wird es keine Verbesserung geben, egal für welche Schulsysteme wir uns dann letztendlich entscheiden. Zur Zeit besteht ja sogar die Tendenz Mittel wieder zu kürzen!

  11. Unbekannt Dr. Astrid Schramek meint am Freitag, 25. November 2011

    Für mich ist es kein Wunder, dass das Bildungsvolksbegehren so wenig Unterschriften erhalten hat. Es ging darin ja gar nicht um "Bildung", also um Inhalte, sondern lediglich um äußere Formen. Die Menschen erkennen aber instinktiv sehr genau, wo Inhalte fehlen.
    Werden Menschen durch Schulformen mehr gebildet oder durch den Lehrplan?
    Von Neustrukturierung des Lehrplans wird aber nie geredet. So wird sich daran, dass auch junge Österreicher nicht korrekt lesen und schreiben können, nichts ändern.
    Ein Lehrplan muss auf einer Basis aufbauen, und die fehlt: Lesen, Schreiben, Grundrechnen, und das alles in den ersten 4 Jahren ohne Computerhilfen. In dieser Zeit muss das Gelernte geübt werden, um es im Kopf zu verankern. Englisch, Allgemeinwissen in Kultur, Geschichte, Wirtschaft etc. kommen hinzu - aber ohne Basis, wie es bisher der Fall ist, kann auf nichts aufgebaut werden.
    Viel zu lange ist der Bildungsinhalt unbeachtet geblieben! und alle wundern sich, warum Österreich bei PISA so schlecht abschneidet. Eine "Neue Mittelschule" etc. wird daran nichts ändern, so lange der Lehrplan nicht grundlegend reformiert wird.

  12. Unbekannt Werner Malek meint am Freitag, 25. November 2011

    Die neue Mittelschule ist nach meiner Meinung nur eine Alibihandlung. Hier hat man die Schilder Hauptschule gegen neue Mittelschule ausgetauscht. Einen wirklichen Sinn macht nur die gemeinsame höhere Scvhule für alle. Die Begabten gehören gefördert und die anderen an das Bildungsziel herangeführt . Vor dem Erreichen der 8.Schulstufe sollen die Schüler getestet werden, welche Fähigkeiten sie besitzen und nach diesen Werten sollten die weiteren Ziele verfolgt werden. Lehre mit dem Abschluss der Matura würde auch einen Sinn machen. Es darf niemand zurückgelassen werden.
    Es muss unser Ziel sein, dass alle Jugendliche in einem Aufgabenbereich einbezogen werden. Wir brauchen keine Jugend, die kein Ziel hat,

  13. Unbekannt Walter Stach meint am Freitag, 25. November 2011

    Ausbildungs- und Entlohnungssystem im Bildungsbereich umkehren:
    Beste Ausbildung und beste Entlohnung für KindergärtnerInnen - sie legen die Fundamente im Bildungssystem!

  14. Unbekannt ing. peter langecker meint am Donnerstag, 24. November 2011

    hannes androsch hat dies lostreten müssen, da nach einem jahr regierungsbildung und drei jahren nichts passiert ist ! bald sind neuwahlen und es wird igend etwas gebastelt werden müssen !!!!

 

 


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