Frauen, Familie, Jugend

Helga Hieden-Sommer: Für eine eigenständige soziale Absicherung aller Frauen

Für das konservative Österreich war es in den 70-er Jahren ein historischer Durchbruch: Die Haushaltsbesteuerung wurde unter Kreisky durch die Individualbesteuerung ersetzt. Die Berufstätigkeit der Frau war davor für die Familie steuerlich "ungünstig".

In jüngster Zeit taucht immer wieder das Modell des Familiensplittings auf, das von der ÖVP als "Reformmodell" propagiert wird. Die Soziologin und ehemalige Nationalratsabgeordnete Helga Hieden-Sommer deckt in ihrem in der "Zukunft" veröffentlichten Artikel auf, was hinter diesen steuerlichen Plänen steckt und setzt sich für eine eigenständige soziale Absicherung aller Frauen ein.

"Aktuelle Vorschläge der ÖVP zur Steuerpolitik lassen befürchten, dass die noch bestehenden ständisch-unterhaltsrechtlichen Regelungen im Steuer- und im Sozialsystem nicht beseitigt, sondern ausgebaut werden sollen." Mit ihren Anmerkungen zeigt sie die notwendige Überwindung einer bürgerlichen Geschlechter- und Sozialpolitik auf.

Helga Hieden-Sommer

Geboren 1934, 10 Jahre lang Volks- und Hauptschullehrerin, danach Studium der Psychologie, Soziologie und Völkerkunde an der Universität Wien. Ab 1969 Professorin für Pädagogische Soziologie in Klagenfurt. Sie war Vorsitzende des Landesfrauenkommitees der SPÖ Kärnten und gehörte von 1979 bis 1990 dem österreichischen Parlament als Bundesrätin und Abgeordnete zum Nationalrat an. Danach war sie freiberufliche Sozialwissenschafterin und Wissenschaftspublizistin. 1994 Käthe Leichter Preis, 1987 Bruno Kreisky Anerkennungspreis für das politische Buch.

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  • Helga Hieden-Sommer © milena-verlag
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