Frauen, Familie, Jugend
Fokus auf Frauen, Familie, Jugend
Von Mitte April bis Ende Mai 2010 liegt ein Fokus der „Österreich 2020"-Berichterstattung auf den Bereichen „Frauen" und „Familie". In diesem Zusammenhang sollen zwei Thesenpapiere auch im Online-Bereich breit diskutiert werden. Grund genug den Arbeitsprozess dieser Diskursgruppe näher zu beschreiben und die handelnden Personen vorzustellen, welche die Prozesse der Diskursgruppen „Frauen, Familie, Jugend" leiten und begleiten.
Der Arbeitsprozess
Im Rahmen der Zukunftsdebatte „Österreich 2020" werden in der Diskursgruppe „Frauen, Familie, Jugend" zwei von einander unabhängige Prozesse gestartet.
Themenfelder Frauen und Familie
Ausgangspunkt für die Diskussion bilden zwei Thesenpapiere von Sybille Pirklbauer zu den Themen Frauen und Familie.
- Schwerpunkt Frauen mit Thesen zu den Bereichen: Wirtschaft, Arbeitszeit, Existenzsicherung, Bildung, Sicherheit und Mitsprache
- Schwerpunkt Familie mit Thesen zu den Bereichen: Familienbegriff, Familienleistungen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Die beiden Thesenpapiere wurden Ende März mit dem Advisory-Board diskutiert und danach überarbeitet. In weiterer Folge werden ExpertInnen, WissenschaftlerInnen, MeinungsbildnerInnen, Interessierte zur schriftlichen Beteiligung am Diskurs eingeladen, ergänzend wird Ende April ein Diskurs-Workshop stattfinden. Die Rückmeldungen, Anmerkungen und Kommentare bilden die Grundlage für das Grundsatzpapier, das im Juni 2010 fertig gestellt werden soll. Ab dem Herbst sollen in kleinen Arbeitsgruppen konkrete Politikprojekte erarbeitet und im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen diskutiert werden.
Themenfeld Jugend
Zurzeit wird gemeinsam mit Bernhard Heinzlmaier am Prozessdesign gearbeitet. Dieser wird zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt.
Politische Leitung: Gabriele Heinisch-Hosek
Gabriele Heinisch-Hosek wurde am 16. Dezember 1961 geboren und
maturierte 1980 an einem Oberstufenrealgymnasium in Wien. Nach ihrer
Lehramtsprüfung für Hauptschulen in den Fächern Deutsch und Bildnerische
Erziehung an der Pädagogischen Akademie in Baden begann sie ab November 1984
als Hauptschullehrerin im Wiener Schuldienst. Ab 1985 unterrichtete sie an der
Wiener Schwerhörigenschule und legte 1992 die Lehramtsprüfung für Sonderschulen
für schwerhörige und gehörlose Kinder ab.
Ihre politische Laufbahn begann 1990 im Gemeinderat in Guntramsdorf, 1995 wurde sie geschäftsführende Gemeinderätin für Kunst, Kultur, Unterricht und Erziehung. 1999 wurde Gabriele Heinisch-Hosek zur Nationalratsabgeordneten der Bezirke Mödling und Wien-Umgebung.
Von 2001 bis 2004 war Gabriele
Heinisch-Hosek Kinder- und Jugendsprecherin der sozialdemokratischen
Parlamentsfraktion und seit 2001 Bezirksfrauenvorsitzende der SPÖ Mödling. Von
2004 bis April 2008 war sie Frauensprecherin der SPÖ im Parlament sowie
Vorsitzende des parlamentarischen Gleichbehandlungsausschusses und hatte diese
Position bis zu ihrer Angelobung als Landesrätin für Gesundheit, Soziales und
Jugendwohlfahrt am 10. April 2008 inne.
Am 2. Dezember 2008 wurde Gabriele Heinisch-Hosek als Ministerin für Frauen und
Beamte angelobt. Gabriele Heinisch-Hosek ist verheiratet und lebt in der
niederösterreichischen Gemeinde Guntramsdorf.
Moderation bis Ende 2010: Tanja Dobart
Mag.a Tanja Dobart wurde 1975 geboren. Nach
dem Studium der Politikwissenschaft und einer Fächerkombination aus Soziologie,
Philosophie und Geschichte an der Universität Wien war sie von 2000 bis 2002
Koordinatorin im Projekt "Netzwerk Innovation". Von 2001 bis 2011 arbeitete
Tanja Dobart im Renner-Institut
in der Abteilung Innenpolitik und Personalentwicklung. Sie war verantwortlich
für den Bereich Frauenakademie und Politische Personalentwicklung. Bis Ende 2010 moderierte und begleitete sie den Österreich 2020 Prozess in der Diskursgruppe Frauen, Familie, Jugend.
Wissenschaftliche Begleitung: Sybille Pirklbauer und Bernhard Heinzlmaier
Sybille Pirklbauer ist
Politikwissenschafterin und Mitarbeiterin der Arbeiterkammer Wien
in der Abteilung „Frauen - Familie". Davor war sie jahrelang in der
Arbeitsmarktförderung im EU-Bereich tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind
Frauenerwerbstätigkeit, Einkommen, Budget und Steuergerechtigkeit mit Fokus auf
den Aspekt der Gendergerechtigkeit.
Bernhard Heinzlmaier ist ehrenamtlicher
Vorsitzender des Instituts für Jugendkulturforschung in Wien. Er studierte Geschichte,
Germanistik, Psychologie und Philosophie und war von 1988 bis 2000
Geschäftsführer des Österreichischen Instituts für Jugendforschung. 1990 bis
1992 Studienleiter für Markt- und Meinungsforschung bei Consent Wien. 1992 bis
1995 Geschäftsführer der Werbeagentur CNC. 1997 gründete er die tfactory
Trendagentur in Wien und ist seit 2000 Geschäftsführer der tfactory Trendagentur
Deutschland mit Sitz in Hamburg.
Heinzlmaiers Arbeitschwerpunkte liegen auf der Jugendpolitik, Freizeitforschung, Gesundheitsförderung/Gesundheitskommunikation, jugendkulturellen Trends, Zielgruppenkommunikation und Lifestyleforschung.
Advisory-Board (Wissenschaftlicher Beitrat, prozessbegleitend):
Elisabeth Aufhauser, Universität Wien
Gudrun Biffl, Donau-Universität Krems
Romeo Bissuti, Männerberatungsstelle
Erich Lehner, Universität Klagenfurt
Martina Madner, FORMAT
Sieglinde Rosenberger, Universität Wien
Helene Schuberth, Österreichische Nationalbank
[Redaktion]
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Der Fehler,der in diesem Bereich immer gemacht wurde,ist die Verwissenschaftlichung.
Ich selbst gehöre einer Generation an,deren Einstellung zu Familie und Frauen sehr weit von Emanzipation und Gleichstellung entfernt war.
Ic h selbst hatte einen Vater,der meiner Mutter,die immer berufstätig war,keinen Teil der Hausarbeit oder Kinderaufzucht abnahm.
Für mich war es schon als Kind selbstverständlich,meiner Mutter bei der Hausarbeit zu helfen,da mir damals schon bewußt war,dass sie dadurch mehr Zeit mit mir verbringen konnte.
Als ich erwachsen wurde,war mir klar,dass es in einer Partnerschaft nur zwei Alkternativen geben kann:
Will ich meine Freizeit mit meiner Familie verbringen oder nicht.
Im ersteren Fall war für mich selbstverständlich,meiner Frau im Haushalt zu helfen.
Für mich ist es als Mann nichts abnormales,Geschirr abzuwaschen,Fenster zu putzen oder meine Hemden und Hosen zu bügeln.Ich kann jedermann versichern,dass dies keineswegs zu einmer Minderung meiner Männlichkeit beigetragen hätte.
Ich glaube,dass es notwendig sein wird,besonders in der Jugend ein neues Bewußtsein herbeizuführen,
gesetzliche Grundlagen oder wissenschaftlioche Studien allein werden dieses Problem sicher nicht lösen.
H.Petrik