Frauen, Familie, Jugend
Gesamtgesellschaftliche Herausforderungen
Wie das Zusammenleben in Österreich 2020 aussehen soll, ist eine der wichtigsten Fragen, die sich die Politik in den kommenden Jahren stellen muss. Entscheidend wird sein, bereits heute tragfähige Konzepte für die Zukunft zu entwickeln um den sozialen Frieden zu gewährleisten und Lebensqualität zu sichern.
Für die politische Leitung der Diskursgruppen "Frauen, Familie, Jugend" ist Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek zuständig. In diesen Diskursgruppen liegen
die Schwerpunkte auf einem zeitgemäßen Familienbegriff, der neue Konzepte des
Zusammenlebens und alternative Lebensentwürfe einschließt.
Das umfasst, eine intensive Auseinandersetzung mit den Lebenswelten unserer Jugend sowie die tatsächliche Gleichstellung der Frauen in allen Bereichen. Es geht vor allem um die eigenständige Absicherung von Frauen und den Abbau von Rollenklischees: Zwischen Frauen und Männern, innerhalb der Familie und den neuen Familienformen sowie zwischen Mädchen und Burschen.
"Die Bereiche Frauen, Familie und Jugend umfassen kurz gesagt die gesamte Gesellschaft. Die Sozialdemokratie als wichtigste soziale Kraft in Österreich sieht gerade hier die wichtigsten Herausforderungen. Daher ist es umso bedeutender, aktiv Visionen für die Gesellschaft der Zukunft zu entwickeln."
Bundesministerin Heinisch-Hosek
Im Rahmen der Zukunftsdebatte „Österreich 2020" werden in der Diskursgruppe „Frauen, Familie, Jugend" zwei von einander unabhängige Prozesse gestartet.
Themenfelder Frauen und Familie
Ausgangspunkt für die Diskussion bilden zwei Thesenpapiere von Sybille Pirklbauer zu den Themen Frauen und Familie.
- Schwerpunkt Frauen mit Thesen zu den Bereichen: Wirtschaft, Arbeitszeit, Existenzsicherung, Bildung, Sicherheit und Mitsprache
- Schwerpunkt Familie mit Thesen zu den Bereichen: Familienbegriff, Familienleistungen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Die beiden Thesenpapiere wurden Ende März mit dem Advisory-Board diskutiert und danach überarbeitet. In weiterer Folge werden ExpertInnen, WissenschaftlerInnen, MeinungsbildnerInnen, Interessierte zur schriftlichen Beteiligung am Diskurs eingeladen, ergänzend wird Ende April ein Diskurs-Workshop stattfinden. Die Rückmeldungen, Anmerkungen und Kommentare bilden die Grundlage für das Grundsatzpapier, das im Juni 2010 fertig gestellt werden soll. Ab dem Herbst sollen in kleinen Arbeitsgruppen konkrete Politikprojekte erarbeitet und im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen diskutiert werden.
Themenfeld Jugend
Zurzeit wird gemeinsam mit Bernhard Heinzlmaier am Prozessdesign gearbeitet. Dieser wird zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt.
Politische Leitung: Gabriele Heinisch-Hosek
Gabriele Heinisch-Hosek wurde am 16. Dezember 1961 geboren und
maturierte 1980 an einem Oberstufenrealgymnasium in Wien. Nach ihrer
Lehramtsprüfung für Hauptschulen in den Fächern Deutsch und Bildnerische
Erziehung an der Pädagogischen Akademie in Baden begann sie ab November
1984
als Hauptschullehrerin im Wiener Schuldienst. Ab 1985 unterrichtete sie
an der
Wiener Schwerhörigenschule und legte 1992 die Lehramtsprüfung für
Sonderschulen
für schwerhörige und gehörlose Kinder ab.
Ihre politische Laufbahn begann 1990 im Gemeinderat in Guntramsdorf, 1995 wurde sie geschäftsführende Gemeinderätin für Kunst, Kultur, Unterricht und Erziehung. 1999 wurde Gabriele Heinisch-Hosek zur Nationalratsabgeordneten der Bezirke Mödling und Wien-Umgebung.
Von 2001 bis 2004 war Gabriele
Heinisch-Hosek Kinder- und Jugendsprecherin der sozialdemokratischen
Parlamentsfraktion und seit 2001 Bezirksfrauenvorsitzende der SPÖ
Mödling. Von
2004 bis April 2008 war sie Frauensprecherin der SPÖ im Parlament sowie
Vorsitzende des parlamentarischen Gleichbehandlungsausschusses und hatte
diese
Position bis zu ihrer Angelobung als Landesrätin für Gesundheit,
Soziales und
Jugendwohlfahrt am 10. April 2008 inne.
Am 2. Dezember 2008 wurde Gabriele Heinisch-Hosek als Ministerin für Frauen und
Beamte angelobt. Gabriele Heinisch-Hosek ist verheiratet und lebt in
der
niederösterreichischen Gemeinde Guntramsdorf.
Moderation: Tanja Dobart
Mag.a Tanja Dobart wurde 1975 geboren. Nach
dem Studium der Politikwissenschaft und einer Fächerkombination aus
Soziologie,
Philosophie und Geschichte an der Universität Wien war sie von 2000 bis
2002
Koordinatorin im Projekt "Netzwerk Innovation". Seit 2001 arbeitet
Tanja Dobart im Renner-Institut
in der Abteilung Innenpolitik und Personalentwicklung. Sie ist
verantwortlich
für den Bereich Frauenakademie und Politische Personalentwicklung.
Wissenschaftliche Begleitung: Sybille Pirklbauer und Bernhard Heinzlmaier
Sybille Pirklbauer ist
Politikwissenschafterin und Mitarbeiterin der Arbeiterkammer Wien
in der Abteilung „Frauen - Familie". Davor war sie jahrelang in der
Arbeitsmarktförderung im EU-Bereich tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind
Frauenerwerbstätigkeit, Einkommen, Budget und Steuergerechtigkeit mit
Fokus auf
den Aspekt der Gendergerechtigkeit.
Bernhard Heinzlmaier ist ehrenamtlicher
Vorsitzender des Instituts für Jugendkulturforschung in Wien. Er studierte
Geschichte,
Germanistik, Psychologie und Philosophie und war von 1988 bis 2000
Geschäftsführer des Österreichischen Instituts für Jugendforschung. 1990
bis
1992 Studienleiter für Markt- und Meinungsforschung bei Consent Wien.
1992 bis
1995 Geschäftsführer der Werbeagentur CNC. 1997 gründete er die tfactory
Trendagentur in Wien und ist seit 2000 Geschäftsführer der tfactory Trendagentur
Deutschland mit Sitz in Hamburg.
Heinzlmaiers Arbeitschwerpunkte liegen auf der Jugendpolitik, Freizeitforschung, Gesundheitsförderung/Gesundheitskommunikation, jugendkulturellen Trends, Zielgruppenkommunikation und Lifestyleforschung.
Advisory-Board (Wissenschaftlicher Beitrat, prozessbegleitend):
Elisabeth Aufhauser, Universität Wien
Gudrun Biffl, Donau-Universität Krems
Romeo Bissuti, Männerberatungsstelle
Erich Lehner, Universität Klagenfurt
Martina Madner, FORMAT
Sieglinde Rosenberger, Universität Wien
Helene Schuberth, Österreichische Nationalbank

