Zusammenleben, Sport, Recht, Ordnung, Sicherheit
Menschen bewegen – eine sportliche Herausforderung
Der Parlamentsklub gab am 1. Juni 2011 den Startschuss für eine Serie von Sportkonferenzen im Rahmen der Initiative Österreich 2020.
Das Thema Sport sei „dermaßen breit und vielschichtig, „dass eine Veranstaltung dieser Art nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann", erläuterte SPÖ-Sportsprecher Hermann Krist. Halbjährlich und dezentral organisiert sollen die SPÖ-Sportkonferenzen sein, um so möglichst vielen Interessenten und Fachleuten die Teilnahme zu ermöglichen. Ziel der Veranstaltungen ist es auch, dem Sport mehr Platz und Aufmerksamkeit in einem künftigen SPÖ-Parteiprogramm zu sichern. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek eröffnete die anschließende Podiumsdiskussion zur Rolle der Frauen im Sport und sprach sich für Genderbudgeting bei der Sportförderung aus.
Nachschau: Die Veranstaltung als Video auf den Seiten des SPÖ-Parlamentsklubs Zum Videobericht
Krist: Spaß am Sport vom Kindergarten bis hin zur Pensionistengruppe
In seiner Begrüßung sicherte SPÖ-Klubobmann Josef Cap den Anwesenden die „volle Unterstützung des SPÖ-Parlamentsklubs für die Anliegen des Sports" zu. SPÖ-Sportsprecher Hermann Krist betonte, dass „die Politik stärker auf die Praktiker, jene, die tagtäglich mit dem Sport zu tun haben", hören müsse. Es brauche ein „bestmöglich funktionierendes Umfeld" für den Sport, sagte Krist bei der „Österreich 2020"-Veranstaltung.
„Spaß am Sport muss im Kindergarten beginnen, muss über die Schulen und die Vereine bis hin zu den Pensionistinnen und Pensionisten funktionieren und angeboten werden", sagte Krist.
In kommenden Veranstaltungen wolle man sich Themen wie der vielfach angekündigten täglichen Bewegungseinheit, den finanziellen Belastungen, die durch Schulsportwochen auf Eltern zukommen, oder dem Rückgang der Wintersportwochen widmen. Auch auf die Sportlehrerausbildung und das Berufsbild der Freizeitpädagogen sowie die Zusammenarbeit im organisierten Sport soll ein Blick geworfen werden. „Machen wir uns gemeinsam auf die Socken, bewegen wir die Menschen, stellen wir uns der Herausforderung", appellierte Krist.
Im Anschluss an das Statement des SPÖ-Sportsprechers folgte ein Referat des für Sport zuständigen Sektionschefs aus dem Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport Samo Kobenter.
Heinisch-Hosek: Genderbudgeting auch bei Sportförderungen
Nachdem die Themenfelder „Schule in Bewegung" und „Kinder-Bewegung und Gesundheit" breit und intensiv im Rahmen der SPÖ-Sportkonferenz im Parlament diskutiert wurde, leitete die Autorin und Journalistin Eva Maria Bachinger mit ihrer Buchpräsentation „Die besten Bergsteigerinnen der Welt" den Frauenschwerpunkt der Sportkonferenz ein. Bachinger erläuterte dabei die noch immer vorhandenen Vorurteile gegenüber Frauen im Alpinismus und die Schattenseiten des Profisports. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek eröffnete die anschließende Podiumsdiskussion zur Rolle der Frauen im Sport mit Petra Huber, Sportmanagerin, Claudia Lösch, erfolgreiche Sportlerin im Austria Ski Team Behindertensport und Christian Hinterberger, ASKÖ-Vizepräsident. Heinisch-Hosek betonte in ihrem Eröffnungsstatement die Bedeutung des Sports und die Notwendigkeit, auch in diesem gesellschaftspolitischen Bereich einen Frauenschwerpunkt zu setzen. „Es ist wichtig, nach dem die Sportgeschichte vorwiegend männlich ist, alles dran zu setzen diese umzuschreiben", sagte Heinisch-Hosek.
Daher seien vor allem die politischen Rahmenbedingungen wichtig. In diesem Zusammenhang verwies Heinisch-Hosek auf den Nationalen Aktionsplan für Bewegung. „Dabei spielen Eltern, Bildungseinrichtungen und Vereine eine wichtige Rolle", so Heinisch-Hosek, die besonders den Gesundheitsaspekt hervorhob.
Können Eltern nicht als sportliches Vorbild wirken, müssen die Bildungseinrichtungen und Vereine diese Rolle übernehmen. „Dabei muss die Politik dafür sorgen, dass der Zugang niederschwellig und leistbar ist", betonte Heinisch-Hosek. Besondere Aufmerksamkeit widmete die Frauenministerin dem Bereich Sportförderung. „Wir müssen dafür sorgen, dass Genderbudgeting auch im Bereich der Sportförderung Einzug hält. Es gilt, künftig genauer hinsehen, welcher Verein wie viel bekommt", so Heinisch-Hosek.
Link
Videobericht auf http://stream.klub.spoe.at/sport/
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