Zusammenleben, Sport, Recht, Ordnung, Sicherheit
Aktuelle Positionen der SPÖ im Sport
Sport hat eine hohe Bedeutung für die Erhaltung und Förderung der Gesundheit. Das Erleben von Gemeinschaft und das Streben nach Leistung mit fairen Mitteln dient dem sozialen Lernen und dem Abbau von Aggressionen. Deshalb unterstützen wir besonders den Breiten- und Schulsport, wobei der gleiche Zugang zum Sport - beide Geschlechter sowie für alle sozialen Schichten - gewährleistet sein muß. Der Spitzensport verdient Förderung, soweit er die Jugend zur sportlichen Betätigung motiviert.
Sport und Bewegung
Wir anerkennen Sport und Bewegung als
einen wesentlichen Aspekt der Gesellschaft in Österreich. Der Zugang zum Sport
muss in allen Altersgruppen weiter demokratisiert werden. Der Partner für
diesen Prozess ist und bleibt der autonome und selbstverwaltete Sport. Mit der
Verbreiterung der Finanzbasis des Sports, der Vernetzung bestehender
Institutionen im Sport und der Fortführung des Reformprozesses im Bereich der
Bundessportförderung muss es gelingen, den Anteil der bewegungsaktiven
Bevölkerung zu heben und somit langfristig die Gesundheitsförderung zu stärken
und die Basis für den erfolgs- und leistungsorientierten Spitzensport zu
verbreitern.
Dafür wird es auch notwendig sein, ein umfassendes Sportstättenkonzept zu entwickeln, indem österreichweit die Sportstätten geplant und einer breiten Nutzung zugeführt werden (Gesundheitssport, Freizeitgestaltung, Breitensport, Spitzensport). Die Verwirklichung einer täglichen Bewegungseinheit im Zuge der Ganztagsbetreuung von Kindern und Jugendlichen bzw. Lehrlingen bleibt ein wesentliches Ziel. Dafür gilt es, jegliche Kooperationsmodelle weiter zu entwickeln.
Die SPÖ bekennt sich zur Bedeutung
internationaler Großereignisse im Sport in Österreich und zur Fortführung der
seit 2007 konsequent umgesetzten, auf Null-Toleranz basierenden
Anti-Doping-Politik.
Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Bedeutung des Sports in den Bereichen
Tourismus- und Freizeitindustrie, Gender Mainstreaming, Behindertenpolitik,
Gesundheitsökonomie, Integration, sozialer Zusammenhalt und Förderung von
Leistung gestärkt wird.
Eckpunkte der Arbeit der Bundesregierung im Sport
Leitlinie für die derzeitige politische Arbeit ist das Regierungsprogramm:
- Wir arbeiten an einer Reform der Bundes-Sportförderung, mit der die Finanzierungsgrundlagen des Sports in Österreich sichergestellt werden und eine leistungsorientierte, transparente und maßnahmenbezogene Förderung geschaffen werden soll.
- Wir versuchen im Spitzensport mit der Gründung des „Team Rot-Weiß-Rot" neue Wege zu gehen und die Vergabe von Fördermitteln unabhängig zu gestalten und den SpitzensportlerInnen nach den Dopingvorfällen der letzten Jahre ein neues Gemeinschaftsgefühl zu geben.
- Wir verstärken die Kooperation Sport und Bildung (Kindergarten, Volksschule, weiterführende Schulen), zuletzt mit einem Fünf-Punkte Programm für mehr Bewegung in der Schule, das wir gemeinsam mit dem Unterrichtsministerium auf die Beine gestellt haben sowie einer bundesweiten Initiative, die Sportvereine in die Schulen bringt (www.kindergesundbewegen.at).
- Wir arbeiten im internationalen Trend an der Etablierung des Sports als Partner im Gesundheitssystem - in Wien haben wir ein Pilotprojekt gestartet, bei dem Ärzte Sportangebote im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung verordnen können und die Kosten von der Gebietskrankenkasse bezahlt werden.
- Wir stärken auf Bundes-Ebene die soziale Komponente des Sports durch spezielle Programme und Projekte, besonders in den Bereichen Integration und in der Förderung von Frauen im Sport.
- Auf Initiative unseres Sportministers Norbert Darabos betreiben wir eine konsequente Anti-Doping-Politik, die international mit der Verankerung von Doping im Strafgesetzbuch (Sportbetrug) mittlerweile zu den Vorbildern zählt. Parallel haben wir auch Maßnahmen gesetzt, um dem Imageschaden, den der Sport durch die bekannten Dopingfälle genommen hat, entgegen zu wirken - im Sinne der Vorbildwirkung für unsere Kinder und Jugendlichen.
Mögliche Ableitungen für die Arbeit von Österreich 2020
Perspektiven einer sozialdemokratischen Sportpolitik für die kommenden Jahre im Bereich des Sports:
- Spitzensport - Vorbild und Identifikationsmodell
SpitzensportlerInnen als Vorbilder für junge Menschen und BotschafterInnen Österreichs in der Welt unterstützen - Sportstätten - Evaluierung, Errichtung und
Erhaltung
Langfristige, effiziente Planung der Sportstättenentwicklung in Zusammenarbeit aller Gebietskörperschaften - Groß-Sportveranstaltungen - Visitenkarte
Österreichs in der Welt
Unterstützung des organisierten Sports bei der Bewerbung um
internationale Groß-Sportveranstaltungen - Fortführung einer konsequenten Anti-Doping-Politik
Bekämpfung von Doping auf nationaler und internationaler Ebene - Inaktive Menschen zur Bewegung motivieren
Stärkung von Angeboten, die Sport-ferne Schichten zu mehr Bewegung und Sport motivieren - Positionierung von Bewegung in der Prävention
Ausbau der Kooperationsmodelle zwischen organisiertem Sport und dem Gesundheitssektor - Schulsport - Schaffung von mehr Bewegungsangeboten
Weitere Verbesserung des Stellenwerts von Bewegung und Sport in der Schule - Ein starker Sport in unserer Gesellschaft
Stärkung der sozialen Kraft des Sports für Jugendliche, MigrantInnen und soziale Randgruppen - Gender-Mainstreaming im Sport
Ausbau einer geschlechtergerechten Förder- und Organisationspolitik im Sport - Klares Bekenntnis zu einem effizienten
selbstverwaltenden organisierten Sport
Weiterführung der Reform hin zu möglichst schlanken Strukturen im Österreichischen Sport - Sicherstellung der Finanzierung des Sports
Bekenntnis zur langfristigen Finanzierung des Sports durch die Lotterienerlöse
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Anita: vielleicht eine Frage der Kultur: Breitensport im Sinne von Wettkampf und Höchstleistungen nicht... aber ich denke, für Gesundheit würde es allemal reichen. - Mir graut vor Kindern, die sich manche der "Sportidole" wirklich als Vorbild nehmen... ich denke da immer auch an die Hobbysportler, die nicht nur das sauteure Rennrad kaufen - sondern gleich auch mit Dopping ihre "Grenzen" erweitern. - Ich weiß, die Balance ist schwierig: hat auch wohl etwas mit dem Zeitgeist zu tun: dem Leben in einer Ellbogengesellschaft, wo jeder um seinen eigenen Vorteil glaubt kämpfen zu müssen - und das Gemeinwohl immer mehr ins Hintertreffen kommt... ich würde mir wünschen, dass die SP nicht allzusehr den Spitzensport forciert...
Robert: Ich kann mir nicht vorstellen, dass es breitensprot auch ohne Spitzensprot geben kann.
Wer soll den die Vorbildrolle für unsere Kinder einnehmen? Jemand der nur aus dem privatbereich gesponsort wird und nur zufällig als Spitzensportler bekannt wird!? das kann ich mir einfach nicht vorstellen.
Spitzensport vs. Breitensport? - Scheint eine zentrale Frage zu sein... muss ich Spitzensport wirklich fördern, um Breitensport zu "erhalten"? - Kann es Breitensport auch geben, ohne dass Spitzensport aus öffentlichen Geldern unterstützt wird?
Finde ich super! Schulsport forcieren! Mein Sohn geht in die 3 Klasse eines RG. Im 1. Semester ist die Hälfte der Sportstunden entfallen, weil entweder der Lehrer krank war, oder der Ersatzsportsaal (der Schulsportsaal wird renoviert) nicht zur Verfügung stand. Mit dem Ersatzsportlehrer verbrachten die Schüler den Sportunterricht unter anderem beim Burger King!! Das nenne ich Motivation!
Ja, der Anti-Doping-Ablehnung schließ ich mich auch an!
Der Schaden, den diese Leute anrichten ist nicht vertretbar.
Als zweiten Punkt sollten wir unbedingt die breitenwirksame Sportlerbewegung fördern.
Ein echtes und erstes Anliegen dazu: bitte konsequente Ablehnung von Doping in allen Bereichen! - Kein normaler Mensch versteht es, wenn dopende SportlerInnen öffentliche Gelder erhalten... bin dafür, dass dopende SportlerInnen fristlos aus staatlichen Organisationen (Heer, Polizei) entlassen werden und Fördergelder zurückzahlen müssen! - Ein Mayer genügt...